Seit einigen Jahren gibt es einen enormen Hype um das mobile Internet. Als neues Mas
senmedium der Zukunft wird es von manchen bereits bezeichnet. Viele sehen in der
technischen Entwicklung, immer bessere mobile Endgeräte herzustellen und neue Stan
dards für die Datenübertragung zu definieren, die Hauptursache für diesen Hype. Andere
wiederum sehen die Wirtschaft in der Verantwortung. Deren Marketing-Verantwortliche
seien darauf bedacht, neue Technologien bestmöglich zu vermarkten.1
Denn die Entwicklung des Marktes für die mobile Nutzung des Internets und die steigen
den Verkaufszahlen von mobilen Endgeräten in den letzten Jahren zeigen das enorme
Marktpotenzial in beiden Bereichen. Als dritte Komponente des Hypes rückt der Zugriff
auf das mobile Internet immer mehr in den Fokus von Praxis und Wissenschaft.2
Dies ist sowohl wissenschaftlich als auch wirtschaftlich dringend erforderlich. So ver
sucht die Forschung einerseits auf der Basis einer klaren Struktur, wie beispielsweise ei
ner einheitlichen Kategorisierung von mobilen Anwendungen (kurz Mobile Apps), das
neue Medium zu verstehen und verschiedene Zusammenhänge zwischen den Variablen
abzuleiten. Auf der anderen Seite werden von der Wirtschaft, getrieben von der Notwen
digkeit, Gewinne zu generieren, monatlich tausende neuer Applikationen auf den Markt
gebracht, ohne dass fundierte Erkenntnisse über die Zusammenhänge, wie z.B. die zu
grunde liegenden Nutzungsmotive des Mediums, vorliegen.