»Warum also weigerte sie sich jetzt, im Alter, wo es schon fast zu spät war, das zu tun, was man von ihr erwartete?«
Eine Frau und ein Mann, sie Ende sechzig, er Ende siebzig, machen eine Reise. Am Flughafen Zürich warten sie auf ihren verspäteten Flieger, der sie nach Thailand bringen wird. Zum ersten Mal in ihrem Leben fahren die Zauggs, Dorothee und Erich, so weit von zu Hause weg. Erich, dem passionierten Minigolfspieler, war die schöne Schweiz stets Welt genug. Winterhart ist die Geschichte einer Ehe, erzählt von ihrem Ende her, denn Erich ist an Demenz erkrankt, und alles, was bleibt, sind Dorothees Erinnerungen: an ein Leben, das kein schlechtes war, aber auch kein erfüllendes, voller Ungeheuerlichkeiten und Zumutungen, die sie sich angewöhnt hat, als gegeben hinzunehmen. Es sind Erinnerungen an ein Leben, das jetzt zu Ende geht, einem neuen Platz macht, einem, das nicht von außen an Dorothee herangetragen wird, sondern endlich, spät, aus ihr herausbricht.
Ein Eheroman über das Erinnern und Vergessen, über das Altern und die Notwendigkeit radikaler Entscheidungen
'SIE WAR DIE, DIE IHRE GESCHICHTE ZU ENDE SCHRIEB. UND DAS ENDE SOLLTE EIN GUTES SEIN.'
Eine Frau und ein Mann machen eine Reise. Am Flughafen Zürich warten sie auf ihren Flieger nach Thailand. Zum ersten Mal und spät in ihrem Leben fahren Dorothee und Erich Zaugg so weit von zu Hause weg. Dort, am Gate, brechen Dorothees Erinnerungen auf, an ihre früh verstorbene Mutter, den brutalen Vater, an ihre Jugend im Dorf und ihre Ehe, an all die Ungeheuerlichkeiten und Zumutungen, die sie stets als gegeben hingenommen hat. Es sind Erinnerungen an ein Leben, das mit dieser Reise zu Ende geht, um einem neuen Platz zu machen, einem, das nicht von außen an Dorothee herangetragen wird, sondern aus ihr herausdrängt.