Vor hundert Jahren waren deutschsprachige orientalistische Studien weltweit anerkannt und verständlich. Heute hat Englisch diese Rolle als wissenschaftliche lingua franca übernommen. Viele bedeutende deutsche Arbeiten, besonders ältere aus der Zeit des Kaiserreichs oder der k.u.k.-Monarchie, geraten daher in Vergessenheit, da sie sprachlich schwer zugänglich sind. Ein Beispiel ist Heinrich Nützels umfassende Studie von 1891 über die politische und numismatische Geschichte der Rasuliden, die bis heute einzigartig für die jemenitische Numismatik ist. Da das Original schwer erhältlich und sprachlich altertümlich ist, soll diese zweisprachige (Deutsch-Englisch) Neuauflage den Zugang erleichtern. Zusätzlich wurde eine Beschreibung eines neu entdeckten Silberfundes beigefügt, der Nützels Werk ergänzt.