In Gesellschaft und Kunstpraxis wird die seit der Moderne verbindliche Idee der Kunstautonomie zunehmend kritisch eingeschätzt. Diskursive Verabschiedungen der Autonomie stehen ebenso für diese Entwicklung wie die vergangene
documenta fifteen
, die die kollaborative politische und ökonomische Transformation der Gesellschaft zum Programm erhob. Die Beiträger*innen bieten Orientierung in diesem unübersichtlichen Diskursfeld - nicht zuletzt indem sie zeigen, dass die Alternative zwischen der Verteidigung der Kunstautonomie und ihrer Verabschiedung unvollständig ist.